Was bedeutet Scope 3?
Scope 3 umfasst indirekte Treibhausgasemissionen in der vor- und nachgelagerten Wertschöpfungskette.
Der GHG Protocol Corporate Value Chain Standard bilanziert Scope 3 auf Unternehmensebene und umfasst 15 vor- und nachgelagerte Kategorien, darunter eingekaufte Waren, Transport, Nutzung verkaufter Produkte und End-of-Life. Produktdaten können Input sein, ersetzen aber keine Corporate-GHG-Inventur.
Warum ist das für DPP und Compliance relevant?
DPPs können Scope-3-Berechnungen verbessern, wenn produktbezogene Material-, Masse-, Lieferanten-, Nutzungs- und End-of-Life-Daten strukturiert vorliegen. Unter ESRS E1 berichten Unternehmen signifikante Scope-3-Kategorien; ein ESPR-DPP kann dafür Datenbausteine liefern, wenn ein delegierter Rechtsakt passende Produktdaten verlangt.
Was sollten Teams vorbereiten?
Teams sollten CO2e-Daten mit Produktvariante, Masse, Material, Lieferant, Scope-3-Kategorie, Aktivitätsdaten, Emissionsfaktoren, Berechnungsperiode, Datenqualität, Allokationslogik und Freigabestatus verbinden. So können Produktpass, CSRD und Einkaufssteuerung dieselbe Datenbasis nutzen.
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Quellen