Was bedeutet CSDDD?
Die CSDDD regelt EU-Sorgfaltspflichten großer Unternehmen zu Menschenrechten und Umwelt.
Die Corporate Sustainability Due Diligence Directive verpflichtet Unternehmen im Anwendungsbereich, tatsächliche und potenzielle negative Auswirkungen in eigenen Tätigkeiten, Tochtergesellschaften und Aktivitätsketten zu identifizieren und zu adressieren. Nach der Änderungsrichtlinie (EU) 2026/470 liegt der Kernfokus auf sehr großen Unternehmen: EU-Unternehmen mit mehr als 5.000 Beschäftigten und über 1,5 Mrd. EUR weltweitem Nettoumsatz sowie betroffene Nicht-EU-Unternehmen mit entsprechendem EU-Umsatz. Die Anwendung beginnt grundsätzlich am 26. Juli 2029. In Deutschland können bestehende LkSG-Prozesse eine praktische Ausgangsbasis sein, auch wenn CSDDD und nationales Recht getrennt zu prüfen sind.
Warum ist das für DPP und Compliance relevant?
Produktpässe sind kein vollständiges Due-Diligence-System, können aber belastbare Lieferketten- und Produktnachweise liefern: Lieferanten, Materialherkunft, Risikostoffe, Zertifikate, Audit-Trails und Abhilfemaßnahmen werden produktbezogen auffindbar.
Was sollten Teams vorbereiten?
Unternehmen sollten DPP-Datenmodelle mit Risikoanalyse, Beschwerdeverfahren und Maßnahmenverfolgung verbinden. Datenanfragen an Geschäftspartner sollten gezielt, verhältnismäßig und quellenbasiert sein, damit Produktpassdaten Sorgfaltspflichten unterstützen, ohne unnötige Datensammlungen auszulösen.
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Quellen