Was bedeutet Traceability?
Traceability bedeutet Rückverfolgbarkeit von Produkten, Nachweisen und Ereignissen in Lieferketten.
Rückverfolgbarkeit verbindet Lieferanten, Materialien, Produktionsschritte, Chargen, Seriennummern, Dokumente, Prüfungen und Ereignisse. Sie zeigt, welche Datenquelle einen Produktwert belegt, wann er geändert wurde und welcher Akteur verantwortlich war. Ohne diese Verknüpfung bleiben Produktpassdaten statisch und bei Audits, Rückrufen oder Marktüberwachung schwer belegbar.
Warum ist das für DPP und Compliance relevant?
Die ESPR nennt Rückverfolgbarkeit als Ziel des Digitalen Produktpasses. Ein DPP kann sie unterstützen, wenn Produktkennungen, Datenträger, Datenherkunft, Versionen, Zugriffsebenen und Nachweise konsistent verbunden sind. Der DPP ersetzt aber kein vollständiges Lieferketten-Traceability-System; konkrete Datenfelder und Ebenen ergeben sich aus delegierten Rechtsakten.
Was sollten Teams vorbereiten?
Teams sollten Traceability nicht als separates Projekt neben DPP behandeln. Produkt-, Modell-, Chargen- oder Seriennummern, Lieferantenstruktur, Materialhierarchie, Audit-Trail, Nachweisdokumente, GS1-Digital-Link-/Resolver-Strategie, Rollenrechte und Änderungsprozesse müssen in einem Datenmodell zusammenlaufen.
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Quellen