Was bedeutet ESPR?
ESPR ist der EU-Rahmen für nachhaltige Produkte, Ökodesign und den Digitalen Produktpass.
Die ESPR trat am 18. Juli 2024 in Kraft und ersetzt die Ökodesign-Richtlinie 2009/125/EG. Sie gilt als Rahmen für nahezu alle physischen Waren, einschließlich Komponenten und Zwischenprodukte; ausgenommen sind unter anderem Lebens- und Futtermittel, Arzneimittel, lebende Organismen und bestimmte bereits sektoral geregelte Fahrzeugaspekte.
Warum ist das für DPP und Compliance relevant?
Die ESPR ist die wichtigste Rechtsgrundlage für den allgemeinen Digitalen Produktpass. Nach Artikel 9 wird ein DPP erst für Produkte verpflichtend, die von einem passenden delegierten Rechtsakt erfasst sind. Artikel 10 verlangt Datenträger, eindeutige Produktkennungen sowie offene, interoperable und maschinenlesbare Daten.
Was sollten Teams vorbereiten?
Unternehmen sollten ESPR nicht als einzelnen Stichtag behandeln. Der Arbeitsplan 2025-2030 priorisiert unter anderem Eisen und Stahl, Aluminium, Textilien, Möbel, Reifen, Matratzen sowie horizontale Reparierbarkeits- und Recyclingmaßnahmen. Verbindliche Pflichten entstehen erst durch spätere delegierte Rechtsakte.
Weiterlesen
Quellen